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Keine Rodung im Dannenröder Forst – Keine A49!

Im Dannenröder Forst in Nordhessen ist ein bunter Mischwald in der Gefahr, von der schwarz-grünen Landesregierung gerodet zu werden: Trotz Klimakrise soll eine Autobahn – die A49 – mitten durch den Wald gebaut werden. Um dies zu verhindern, organisieren sich immer mehr Menschen in den unterschiedlichsten Initiativen, überwiegend lokal, teilweise auch bundesweit. So gibt es eine Waldbesetzung, die Bürger*inneninititative "Keine A49", das Soli-Bündnis "Wald statt Asphalt" und das brandneue Aktionsbündnis "Autokorrektur", dem auch Attac als Teil von Sand im Getriebe angehört. All diese Akteure starten in enger Zusammenarbeit die Kampagne "Wald statt Asphalt" und rufen zu verschiedenen Aktionen auf. Schließt Euch an!


++ Achtung: Tag X ist da! ++

Es geht los – im Dannenröder Forst wurde der Tag X ausgerufen. Das ist der Tag, an dem alle Menschen, die die Waldbesetzung vor Ort unterstützen möchten, ihre Sachen packen und hinfahren sollten, weil Rodungen und/oder Räumungen  beginnen. Heute rückten Baumfäller*innen und Polizei pünktlich zum offiziellen Start der Rodungssaison im benachbarten Herrenwald an. Jetzt ist die Zeit, sich solidarisch zu zeigen und den Protest zu unterstützen!

Ob von Zuhause oder direkt im Danni: Wir haben euch verschiedene Möglichkeiten zusammengestellt, wie ihr die Proteste unterstützen könnt. Checkt die Bilder direkt unter diesem Text, haltet Euch über Live-Ticker wie z. B. bei der Hessenschau über die Ereignisse auf dem Laufenden, und kommt zur großen Demonstration am 4. Oktober in den Wald, zu der die Attac-Kampagnengruppe einfach.umsteigen mit aufruft!


Solidarische Grüße vom Attac-Ratschlag

Die Aktiven beim (digitalen) Attac-Ratschlag am 18. Oktober schicken solidarische Grüße an die jungen Attacies und alle anderen Besetzer*innen im Dannenröder Wald. Keinen Autobahnkilometer weiter! Es muss endlich Schluss sein mit Autoland Deutschland. Danke, dass ihr die Stellung haltet! <3


Demo "Dannenröder Wald retten"

Mit etwa 5.000 anderen Menschen haben wir am 5. Oktober im Dannenröder Forst für eine radikale Verkehrswende statt schwarz-grüner Rolle rückwärts protestiert: A49-Ausbau jetzt stoppen! Und: Räumt erst mal die Nazis aus der Polizei, bevor ihr Wald in Asphalt verwandelt!

Gruppenbild von Attacies mit Fahnen und Banner "Dannenröder Forst retten, A49 Stoppen - Räumt erstmal die Nazis aus der Polizei"
Im Vordergrund eine wehende Attac-Fahne, im Hintergrund Kundgebung
Demonstrant*innen laufen von der Kundgebung in den Dannenröder Forst zum Waldspaziergang
Demoschild mit dem Spruch "Das N in Kapitalismus steht für Naturschutz!"
Attac-Aktivist steht in einer Fotobox am Waldrand des Dannenröder Forstes. Unter der Fotobox steht der Slogan "Danni bleibt sonst komm ich"
Gruppe von Attacies beim Waldspaziergang, im Hintergrund ist eine Barrikade.

Protestaktionen – das ist geplant:

jeden Sonntag, 14 Uhr  Waldspaziergang für Interessierte (Treffpunkt: Mahnwache am Dannenröder Forst)


4. Oktober 2020          Große Demonstration "Dannenröder Wald retten" (ab 12 Uhr in Dannenrod; mehr Infos)

3. Oktober 2020           Fahrrad-Demo über die A49 (von Kassel nach Stadtallendorf, mehr Infos)

1. Oktober 2020           Beginn der Rodungssaison


26. September 2020     Fahrrad-Demo über die A49 (von Kassel nach Stadtallendorf)

11. September 2020     Bundesweite Demo "Alle für den Danni", Wiesbaden

7. September 2020      Start einer Aktionswoche zum Dannenröder Forst


21. August 2020            Dezentraler Aktionstag & Kampagnenauftakt "Wald statt Asphalt"

Ihr plant, eine eigene Aktion zum Danni zu machen oder Euch bei etwas anzuschließen? Ihr habt Lust, Euch das Ganze mal bei einem Waldspaziergang anzusehen, vielleicht gemeinsam mit anderen Attac-Gruppen aus der Region? Dann meldet Euch bei einfach.umsteigen@attac.de!

Die Autobahn A49 soll Gießen und Kassel verbinden und westlich von der bereits bestehenden Verbindung durch die A5/A7 gebaut werden. Seit 40 Jahren gibt es Widerstand gegen dieses Projekt. Bürger*inneninitiativen wie die Schutzgemeinschaft Gleental e.V. weisen seit langem auf die untragbaren Auswirkungen für Umwelt und Menschen in der Region hin. Sie zeigen Mängel in der Planung auf und organisieren Proteste. Die Planung der Autobahn stammt noch aus einer Zeit, in der Kritik an der im Wesentlichen aufs Auto ausgerichteten Verkehrspolitik gesellschaftlich kaum durchdrang. Heute ist hingegen zunehmend gesellschaftlich anerkannt, dass immer mehr Straßen für den motorisierten Individualverkehr kein Modell für die Zukunft ist, sondern einen klimagerechte Mobilität für alle auf Fuß-, Fahrrad- und öffentliche Verkehre setzen muss.

Zwischen Stadtallendorf und Gemünden soll nun das nächste Teilstück der A49 quer durch ein FFH-Naturschutzgebiet und ein wichtiges Trinkwasserschutzgebiet gebaut und dafür rund 100 Hektar Mischwald gerodet werden. Im September 2019 haben Aktivist*innen aus der Klimagerechtigkeitsbewegung den Wald besetzt und damit begonnen Bauhäuser zu bauen. In ihrer Erklärung zur Aktion schreiben sie: „Wir begrüßen ausdrücklich auch den teilweise jahrzehntelangen Widerstand und die Bemühungen der lokalen Bürgerinitiativen und Umweltverbände vom Aktionsbündnis “Keine A49”. Wir haben uns für diese Form des Widerstands entschieden, weil andere Protestformen (wie Demonstrationen, Petitionen, Klagen und Appelle an politische Entscheidungsträger*innen) den Ausbau der A49 bisher leider nicht aufhalten konnten und mit den Rodungen nun Fakten geschaffen werden sollen. Veränderung braucht mutiges und entschlossenes Handeln – deswegen besetzen wir!“

Parallel zu Waldbesetzung wurden auch andere Formen des Widerstandes gegen die A49 intensiviert. Seit Oktober 2019 finden regelmäßig Mahnwachen und Waldspaziergänge statt und das Soli-Bündnis „Keine A49“ wurde gegründet.

Ab dem 1. Oktober 2020 muss damit gerechnet werden, dass die Rodungsmaschinen anrücken: In den Waldstücken “Herrenwald” bei Stadtallendorf, dem “Gerichtswald” bei Dannenrod und dem “Maulbacher Wald” bei Maulbach. Aus diesem Grund haben sich verschiedene bundesweite Akteure wie Fridays for Future, Ende Gelände, Sand im Getriebe und Aktion Schlagloch zum Aktionsbündnis "Autokorrektur" zusammen geschlossen und auf einer Pressekonferenz am 7. August 2020 angekündigt, massive Proteste und vielfältigen Widerstand gegen die Rodung zu organisieren – im Rahmen einer Kampagne, die am 21. August mit einem dezentralen Aktionstag starten soll (s. o.).

Folgende Gruppen sind Teil der Bündnisse:

Aktionsbündnis "Keine A49!", Aktivist*innen aus dem Dannenröder Wald, Ende Gelände, Sand im Getriebe mit Attac, Extinction Rebellion Deutschland, Aktion Schlagloch, Danni Soli Gruppen in Berlin, Marburg und Leipzig sowie Ortsgruppen von Greenpeace und Fridays for Future.